08.06.2026
Was, wenn Sie mal ausfallen?
Diese Frage höre ich oft – meist vorsichtig gestellt, manchmal gar nicht, aber gedacht wird sie immer. Bei einem einzelnen Entwickler liegt sie auf der Hand: Was passiert, wenn Sie krank werden, im Urlaub sind oder eines Tages aufhören? Eine berechtigte Frage. Ich beantworte sie lieber offen, als um sie herumzureden.
Die Sorge ist berechtigt
Ja, ich bin nur einer. Eine große Agentur hat mehr Köpfe, die einspringen könnten – auf dem Papier. Das will ich nicht kleinreden.
Nur hat die Agentur ihre eigenen Risiken. Der eine, der Ihr Projekt kannte, wechselt die Firma. Sie sind ein kleiner Kunde unter vielen und warten in der Schlange. „Mehr Leute" bedeutet nicht automatisch „mehr Sicherheit für Sie". Es verteilt das Risiko nur anders.
Die eigentliche Frage
Die richtige Frage lautet nicht „Sind Sie allein?", sondern „Was wird aus meiner Software, wenn Sie nicht da sind?". Und die kann ich konkret beantworten – weil die Antwort in meiner Arbeitsweise steckt und nicht erst dann erfunden wird, wenn etwas passiert.
Ihre Software gehört Ihnen
Der Code ist Ihrer. Er liegt an einem normalen, für Sie erreichbaren Ort – in Ihrem eigenen Repository, nicht in meiner Schublade. Genauso die Zugänge: Server, Domain, jedes Konto dokumentiert und an Sie übergeben, nicht nur in meinem Kopf. Sie sind nie eingesperrt. Wollten Sie morgen wechseln, Sie könnten es.
Gebaut mit Werkzeugen, die viele beherrschen
Ich baue mit verbreiteten Technologien – Laravel, Oracle APEX, MySQL –, nicht mit einer Eigenkonstruktion, die nur ich verstehe. So kann jeder fähige Entwickler den Code lesen und übernehmen. Das Gegenteil, eine exotische Speziallösung, würde Sie an mich ketten. Das will ich nicht, und Sie sollten es auch nicht wollen.
Geschrieben, damit ein Fremder weiterkommt
Guter Code lässt sich auch von jemandem lesen, der ihn nicht geschrieben hat. Ich halte nicht nur fest, wie etwas funktioniert, sondern warum es so gebaut ist. Und automatische Tests schlagen Alarm, wenn eine spätere Änderung etwas kaputt macht. Genau das hilft einem Nachfolger, sich zurechtzufinden.
Es ist zugleich der ehrliche Prüfstein meiner Arbeit: Könnte ein anderer sie fortführen? Lautet die Antwort ja, sind Sie auf der sicheren Seite.
Der Alltag: Urlaub, Krankheit, Erreichbarkeit
Auch über die kleinen Ausfälle rede ich offen. Ich bin ein Mensch, kein Notdienst rund um die Uhr. Deshalb klären wir zu Beginn, was realistisch ist: wann ich erreichbar bin, wie schnell ich antworte, was wirklich ein Notfall ist und was bis morgen Zeit hat.
Für ein System, das niemals stillstehen darf, planen wir mehr ein – einen zweiten Ansprechpartner oder einen Kollegen meines Vertrauens, der das Projekt kennt. Das klärt man besser in Ruhe vorher als in Panik hinterher.
Warum Einzelkämpfer oft besser vorsorgen
Jetzt der Teil, der viele überrascht. Ein Solo-Entwickler, der sein Handwerk ernst nimmt, dokumentiert oft sorgfältiger als ein großes Team – gerade weil er weiß, dass er die eine Person ist, an der alles hängt. Die Vorsorge ist bei ihm kein nettes Extra, sondern in die Arbeitsweise eingebaut.
Im großen Team dagegen liegt das Wissen „irgendwo im Team" und fühlt sich sicher an. Bis der eine Kollege geht, der es wirklich hatte.
Was ich verspreche – und was nicht
Ich verspreche Ihnen nicht, dass ich nie krank werde oder nie aufhöre. Das kann niemand ehrlich versprechen. Was ich verspreche: Sie hängen nie so von mir ab, dass es Sie gefangen hält. Ihre Software, Ihre Daten, Ihre Zugänge – alles bei Ihnen, alles in gängiger Form, alles so, dass ein anderer es weiterführen könnte. Unabhängigkeit statt Abhängigkeit.
Reden wir darüber
Sie überlegen, mit einem einzelnen Entwickler zu arbeiten, und diese Frage geht Ihnen durch den Kopf? Gut so – sie gehört gestellt. Fragen Sie mich. Ich zeige Ihnen genau, wie ich dafür sorge, dass Sie von mir unabhängig bleiben. Sprechen Sie mich an.
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